Shuttlebus "4REST"

Jahr

2023 (4. Semester)

Programme

Miro, Figma, InDesign, Illustrator, Prezi

Kategorie

Experience Design

Projektart

Gruppenarbeit
(5 Personen)

Illustration des 4REST-Bus-Shuttles an einer Haltestelle vor Stadtkulisse mit Fahrer

// Aufgabenstellung

Die Aufgabe bestand darin, ein Konzept zu entwickeln, wie der Wald als Quelle positiven Erlebens genutzt werden kann. Der Fokus lag dabei nicht nur auf der Natur selbst, sondern insbesondere darauf, wie Menschen Zugang zum Wald finden und ihn bewusst als Rückzugsort wahrnehmen können.

Ziel war es, auf Basis von Recherche und nutzerzentrierten Methoden ein erlebnisorientiertes Konzept zu entwickeln.

Projekt
Insights

Projekt Insights

// Schritt 1

Recherche

Zu Beginn des Projekts setzten wir uns intensive mit dem Thema Wald als Quelle positiven Erlebens auseinander. Dabei untersuchten wir, wie der Wald aktuell genutzt wird und welche bestehenden Angebote bereits positive Erlebnisse fördern.


Zu den identifizierten Ansätzen zählten unter anderem:

  • Waldbaden

  • Kletterwälder

  • Barfußpfade

  • Erkundungstouren durch den Wald

  • Schnitzeljagden und Schatzsuchen

  • Geocaching und Informationsschilder


Diese Recherche diente als Grundlage, um bestehende Konzepte zu verstehen und mögliche Lücken oder Potenziale zu erkennen.

Digitales Poster „Wald“ mit Statistiken: 27 % der Waldbesucher um Zürich halten sich 61 Minuten bis 2 Stunden im Wald auf, Deutschland ist zu einem Drittel bewaldet, 29 % der Menschen in Deutschland besuchen den Wald wöchentlich
Digitales Poster „Wald“ mit Statistiken: 27 % der Waldbesucher um Zürich halten sich 61 Minuten bis 2 Stunden im Wald auf, Deutschland ist zu einem Drittel bewaldet, 29 % der Menschen in Deutschland besuchen den Wald wöchentlich
Poster zur Bauaufgabe mit Gegenüberstellung von Dystopie (z. B. Waldrodung, Ausrottung) und Utopie (z. B. Erholungsort, Zuflucht) sowie der Leitfrage „Wie kann der Wald eine Quelle positiven Erlebens für Erholungsbedürftige sein?“
Poster zur Bauaufgabe mit Gegenüberstellung von Dystopie (z. B. Waldrodung, Ausrottung) und Utopie (z. B. Erholungsort, Zuflucht) sowie der Leitfrage „Wie kann der Wald eine Quelle positiven Erlebens für Erholungsbedürftige sein?“

// Schritt 2

Interviewvorbereitung

Auf Basis der vorangegangenen Recherche legten wir den Fokus auf Stadtbewohner*innen mit hoher Stressbelastung.
Im Zentrum stand die Frage, wie das Bewusstsein für den Wald als Rückzugsort gestärkt und welche Strategien entwickelt werden können, um diese Zielgruppe aktiv in den Wald zu bringen.


Um unterschiedliche Perspektiven in die Konzeptentwicklung einzubeziehen, wurden drei qualitative Einzelinterviews mit einer Dauer von jeweils ca. 40 Minuten geplant. Dafür wurde ein Interviewleitfaden erstellt, der relevante Themen wie Stress, Erholung, Naturwahrnehmung und Nutzungshürden abdeckte.

// Schritt 3

Auswertung der Interviews

Nach der Durchführung der Interviews wurden die Ergebnisse systematisch ausgewertet. Der Fokus lag dabei auf prägnanten Aussagen, wiederkehrenden Mustern sowie den Bedürfnissen und Einstellungen der Teilnehmenden. Die gewonnen Erkenntnisse flossen direkt in die weitere Konzeptentwicklung ein und halfen uns dabei, den Lösungsansatz zu schärfen.


Eine zentrale Aussage aus den Interviews war beispielsweise:
„Der Wald ist sich selbst schon genug! Man braucht keine weiteren Anreize, um ihn ansprechender zu machen.“

Poster zur Interviewauswertung mit Fragestellung, Interviewsituation, Main Insights und den identifizierten Bedürfnissen (körperliches Wohlbefinden, Sicherheit, Stimulation, Einfluss)
Poster zur Interviewauswertung mit Fragestellung, Interviewsituation, Main Insights und den identifizierten Bedürfnissen (körperliches Wohlbefinden, Sicherheit, Stimulation, Einfluss)
Poster zur Interviewauswertung mit Fragestellung, Interviewsituation, Main Insights und den identifizierten Bedürfnissen (körperliches Wohlbefinden, Sicherheit, Stimulation, Einfluss)
Poster zur Interviewauswertung mit Fragestellung, Interviewsituation, Main Insights und den identifizierten Bedürfnissen (körperliches Wohlbefinden, Sicherheit, Stimulation, Einfluss)

// Schritt 4

Konzeptentwicklung

Im nächsten Schritt wurde eine Idea Map erstellt, um alle gesammelten Ideen zu strukturieren und weiterzuentwickeln. Auf dieser Basis entstand das Konzept des Bus-Shuttles „4REST“.


Das Konzept zielt darauf ab, Stadtbewohner*innen niedrigschwellig und stressfrei in den Wald zu bringen und den Weg dorthin bereits als Teil des positiven Erlebnisses zu gestalten. Der Fokus liegt nicht auf zusätzlichen Reizen im Wald, sondern auf dem bewussten Erleben der Natur.

dea Map mit geclusterten Post-its zu den Themen Einfluss, Sicherheit, Stimulation und körperliches Wohlbefinden, gruppiert nach Waldtouren, Workshop, Wellness im Wald, Navigation, App und Leitsystem
Konzeptbeschreibung des Bus-Shuttles „4REST“ mit Illustration von Bus und App sowie drei Nutzungsszenarien
dea Map mit geclusterten Post-its zu den Themen Einfluss, Sicherheit, Stimulation und körperliches Wohlbefinden, gruppiert nach Waldtouren, Workshop, Wellness im Wald, Navigation, App und Leitsystem
Konzeptbeschreibung des Bus-Shuttles „4REST“ mit Illustration von Bus und App sowie drei Nutzungsszenarien

// Schritt 5

Ergebnis & Learnings

Zur Präsentation des Konzepts wurde ein Kommunikationsprototyp in Form einer animierten Prezi-Präsentation mit Voice-over entwickelt. Das Konzept des 4REST-Busshuttles wird anhand eines Szenarios erzählt, in dem Philipp, ein gestresster Stadtbewohner, bei seinem Walderlebnis begleitet wird. Das szenariobasierte Storytelling zeigt, wie sich der Service in den Alltag der Nutzer:innen einfügt.


Das Projekt hat mir gezeigt, wie wertvoll qualitative Interviews sind, um vorschnelle Lösungsideen zu hinterfragen: Die Aussage einer befragten Person, der Wald brauche keine zusätzlichen Reize, hat unser Konzept maßgeblich in eine zurückhaltendere, erlebnisorientierte Richtung gelenkt. Das hat mein Verständnis dafür geschärft, wie stark Nutzerforschung ein Konzept verändern kann, wenn man bereit ist, erste Annahmen loszulassen.

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